Warum Psychohygiene für Väter wichtig ist

Warum Psychohygiene für Väter wichtig ist

Jeden Tag reinigen wir unsere Küche. Putzen einmal die Woche das Bad. Monatlich das Klo.

Aber wie oft säubern wir unser seelisches Wohlbefinden und unsere Psyche?

 

Nicht oft!

 

Nicht bewußt, jedenfalls.

 

Als frischer Daddy stellt sich dein ganzes Leben um. Der Alltag und auch die Nächte werden sich drastisch ändern. Die Pflichten und die Verantwortung als Vater sind auf einen Schlag da. Für viele kann so eine Veränderung brutal sein. Und wenn du nicht einwenig auf deine Psyche achtest, findest du dich in einem Strudel aus Verzweiflung und einem Gefühl der Hilflosigkeit.

 

Die Lösung heißt Psychohygiene

 

Psychohygiene kommt wie der Name schon sagt aus der Welt der Psychologie und Psychoanalyse. Die Lehre vom Reinigen der seelischen Gesundheit. In der Sozialarbeit und Krisenbewältigung wird es oft angewendet. Die Psychohygiene besteht im wesentlichen aus drei Säulen der psychischen Gesundheit: Schutz, Erlangen und Heilen.

 

Baue mit deinen Kumpels eine Männer-Höhle

 

Um geistig gesund zu sein greife ich auf meine Kumpels zurück. Ich versuche einmal die Woche meine Freunde zu treffen, abseits von Zuhause. Am besten ist es natürlich, wenn einer der Freunde Single ist. Die ganze Wohnung ist noch vollgerammelt mit Spielsachen wie zu deiner „einsamen Wolf-Zeit“. Playstation, Riesen-Flatscreen oder ein Netflix-Account. Oder einfach gesagt VIEL MEHR PLATZ.

Natürlich ist es cool, wenn ihr euch regelmäßig treffen könnt. Bei mir ist das alle zwei Wochen die Champions League schauen. Ein Männerhort ist ein Ort um der zu sein, der man früher mal war.

 

Für eine temporäre Zeit.

 

Nach einer Weile vermisst du sowieso deine Kinder.

 

Sei eine Reinigungskraft für andere Väter

 

Dann gibt es noch die anderen Kumpels, die auch Daddies sind. Die sind froh, wenn sie sich abseits von Windeln und Spucktücher sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Mit Kumpels redet man einfach ganz anders als mit seiner Partnerin. Denn am Ende erlebt ihr die gleichen Probleme und Höhepunkte eines Vaterdaseins.

 

Ein soziales Leben soll nicht wegen deiner Familie vernachlässigt werden.

 

Um fit für deine Lieben zu sein musst du dich aufraffen und selber die Initiative ergreifen und deine Kumpels zusammenbringen.

 

Family Fitness durch Social Fitness

 

Es mag auf den ersten Blick klar sein, dass man seine Freunde trifft. Bist du aber einmal Vater passiert es automatisch, dass man seine Freunde weniger trifft. Bequemlichkeit macht sich breit. Du wirst faul und bist zu müde um dir etwas auszumachen.

 

Macht sich Unbehagen breit. Schleichen sich Zweifel und Ängste ein, ein guter Daddy zu sein ist der einfachste Schritt der Griff zum Handy. Gemeinsam mit seinen Dudes abzuhängen spült den Kopf frei und die Akkus werden aufgeladen.

 

Kumpels sind um ein Vielfaches billiger, als eine Therapie beim Psychiater. Die Couch im Männerhort ist mir jedenfalls lieber als die beim Therapeuten. Nach einem guten Gespräch belohnst du dich auch noch mit einer Partie FIFA Soccer auf der PS4.

 

Eine  Männerhöhle aufzubauen bringt jedoch gar nichts, wenn ihr nicht lieb und fürsorglich zu euren Partnerinnen seid. Denn das OK für eine Auszeit bekommt ihr nur von ihnen.

 

Action-Step:

Check deinen Kalender und vereinbare einen Tagestrip mit deinen Kumpels!

 

 

Big Hug,

Anthony

 

 

Bildquelle: Pexels